Vitalblutanalysen und ihre Aussagekraft

Vitalblutanalysen und ihre Aussagekraft

„Blut ist ein ganz besonderer Saft“, so spricht Mephisto zu Faust in dessen Studierzimmer. Was Goethe noch im Gefolge der hippokratischen Säftelehre „Saft“ nennt, wird bei dem Physiologen Claude Bernard zum „inneren Meer“ des Menschen. Leben und Blut sind im Denken der Menschheit seit Urzeiten untrennbar verbunden. Erst das Mikroskop entriss ihm einige seiner Geheimnisse, Schritt um Schritt. Es war ein Holländer, der im 17. Jahrhundert entdeckte, dass das Blut kein roter Saft ist, sondern eine gelbliche Flüssigkeit, in der unzählig viele winzige Teilchen schwimmen, die dem Blut die rote Farbe geben. Es war ein Engländer, der herausfand, dass es im Blut neben den roten auch noch weiße Blutkörperchen gibt. Und ein Deutscher suchte nach dem Ursprung der Blutkörperchen und fand diesen im Knochenmark. Das Blut beschäftigte und beschäftigt viele Forscherinnen und Forscher, und je ausgereifter die Vergrößerungstechniken sind, desto tiefer geraten die Einblicke in seine Geheimnisse.

Ein Forscher, dessen Erkenntnisse für die Vitalblutanalysen grundlegend sind, ist Prof. Enderlein. Eine spezielle Vergrößerungstechnik, die Dunkelfeld-Mikroskopie, gestattet es, das Blut in 1000- facher Vergrößerung zu untersuchen. Wie schon der Name sagt, wird das Blut dabei untersucht, so lange es noch lebendig (vital) ist. Nach der Abnahme eines kleinen Blutstropfens vom Finger wird dieser sofort mikroskopisch analysiert. Die Betrachtung und die Auswertung können im Beisein des/der Patienten/in erfolgen. Am Bildschirm werden die Befunde sichtbar gemacht, erläutert und erklärt.

Was wird sichtbar gemacht?

Unter dem Mikroskop zeigen sich die einzelnen Blutkörperchen, die roten (Erythrozyten), die verschiedenen weißen (Leukozyten: Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten). Sie lassen sich in vielerlei Hinsicht betrachten: Anzahl, relative Verhältnisse, Formen der einzelnen Teilchen, Formen der Zusammenballung, Arten der Beweglichkeit, Zustandsänderungen über die Zeit hinweg u.a.m. Sichtbar gemacht werden auch diverse Mikroorganismen, etwa Bakterien oder Pilze. So wie der menschliche Organismus insgesamt in ständiger Symbiose (Vergesellschaftung und Zusammenleben verschiedener Lebensformen, die für beide Partner vorteilhaft sind) mit zahlreichen Kleinstlebewesen lebt, so ist auch das Blut von verschiedenen Mikroorganismen besiedelt. Das Ergebnis der mikroskopischen Betrachtung des Vitalbluts wird auf einem mehrseitigen, standardisierten Befundbogen festgehalten.

Naturheilpraxis Laucken Dunkelfeld-Mikroskopie
Naturheilpraxis Laucken Dunkelfeld-Mikroskopie

Was lässt sich daraus ablesen?

Die diagnostische Aussagekraft lässt sich hier nur exemplarisch andeuten. Dazu sind Bücher geschrieben worden. Organbelastungen: Aus der Form und aus dem Bewegungsverhalten einzelner Blutkörperchen lässt sich schließen, in welchem Ausmaß Organe wie die Niere, die Leber oder der Darm z.B. durch erhöhte Cholesterinwerte, Bakterien, Umweltgifte oder durch Medikamente belastet sind.

Immunsystem:
Weiße Blutkörperchen leben und bewegen sich im Vitalblut bis zu sechs Stunden. Aus ihrem Bewegungsverhalten und ihrer Arbeitsweise lässt sich der Zustand der Immunabwehr ablesen. Dies lässt sich dem/der Patienten/in unmittelbar vor Augen führen.

Mikroorganismische Symbiose:
Prof. Enderlein hat sich intensiv mit verschiedenen Mikroorganismen, etwa Bakterien oder Pilzen, befasst, mit ihren Entwicklungsverläufen und ihren Wirkungen. Bestimmte Mikroorganismen sind für einen gesunden Organismus nicht nur unschädlich, sondern unersetzlich. Sie sind wichtig etwa für den Zustand des Blutes oder für den Knochenaufbau. In der dunkelfeldmikroskopischen Betrachtung lassen sich solche Blutsymbionten erfassen und beurteilen. Pathogene (krank machende) Formen lassen sich feststellen. Sie entstehen vor allem durch ein ungünstiges Milieu (Lebensumfeld). Ein ungünstiger pH-Wert des Milieus etwa beeinflusst bestimmte Mikroorganismen nachteilig und fördert so das Entstehen bestimmter Krankheiten. Ein Beispiel dafür ist eine im Blut lebende Pilzform des Schimmelpilzes Mucor racemosus. Durch eine unangemessene Vermehrung kann es zu Durchblutungsstörungen kommen, mit unangenehmen Folgeerscheinungen: venöse Stauungen, Thrombose, Krampfadern, Hämorrhoiden, Beingeschwüre, bestimmte Formen des Bluthochdrucke u.a.m. Eine andere Pilzform, die des Schimmelpilzes Aspergillus niger, ist u.a. an der Entstehung rheumatischer Erkrankungen, an Knochenveränderungen, an entzündlichen Prozessen und an bestimmten Geschwulstbildungen beteiligt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten ergeben sich?

Auch hierauf kann nur mit einem Beispiel geantwortet werden: Prof. Enderlein hat die so genannte Sanum-Therapie entwickelt. Es geht hierbei vor allem um die Schimmelpilze und um deren Entwicklungsformen. Je nach dem Milieu, das ihnen geboten wird, können krank machende Formen zunehmen. Die Sanum-Therapie ist eine Milieutherapie. Mit komplexhomöopatischen Mitteln wird die Eigenregulation eines Organismus so angeregt, dass sich das Milieu in einer Weise verändert, die krank machenden Formen den Nährboden entzieht. Ansonsten stehen den Heilpraktikern/innen natürlich, je nach vitalblutanalytischer Diagnose, die verschiedensten therapeutischen Maßnahmen zur Verfügung. Ein besonderer Vorzug der Vitalblutanalyse liegt in der Möglichkeit, Heilungsverläufe sichtbar zu machen. Es lässt sich anhand dunkelfeldmikroskopischer Daten verfolgen, ob und wie bestimmte Heilmaßnahmen wirken. Dies lässt sich schon in einem relativ frühen Stadium der Behandlung feststellen. Um Vitalblutanalysen mit der Dunkelfeldmikroskopie vornehmen zu können, ist, neben Kenntnissen und Fertigkeiten, eine entsprechende technologische Ausstattung erforderlich. Ist diese vorhanden so kann ein/eine Patient/in dem/der Heilpraktiker/in bei der Arbeit gleichsam über die Schulter schauen.

Jan Laucken, Heilpraktiker
Käsenbachstraße 18, 72076 Tübingen
Telefon: 07071-9204311
www.naturheilpraxis-laucken.de

Naturheilpraxis Laucken

Sprechzeiten

Montag bis Freitag:
08:00 – 12:00 Uhr
15:00 – 18:00 Uhr

Donnerstag:
14:00 – 20:30 Uhr Hausbesuche

Für Berufstätige: Wir sind auch bereit, mit Ihnen individuelle Termine zu vereinbaren, die es Ihnen ermöglichen, vor oder nach Ihrer Arbeit unsere Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Mein Einzugsgebiet für Hausbesuche umfasst auch:
Tübingen | Reutlingen | Mössingen | Balingen | Hechingen | Rottenburg | Böblingen | Sindelfingen | Herrenberg | Stuttgart

Hygienerichtlinien der Naturheilpraxis Laucken

Liebe Patientin, lieber Patient,

seit der SARS-CoV-2 Pandemie machen sich unsere Patienten vermehrt Gedanken um die Sicherheitskonzepte in Arzt- oder Naturheilpraxen. Viele Patienten fragen sich berechtigterweise:



- „Kann ich mich in der Praxis mit Infekten bei anderen Patienten anstecken?“



- „Werde ich mit vielen anderen potentiell  „infektiösen“ Patienten in einem Wartezimmer sitzen müssen?“



- „Was wird zu meiner Patientensicherheit unternommen?“



Ich möchte Ihnen heute kurz erklären, zu welchen Hygienemaßnahmen wir in der Naturheilpraxis Laucken schon immer verpflichtet sind und welchen  „Mehr“-Aufwand wir in der Praxis zusätzlich betreiben, damit Sie mit möglichst größter Sicherheit behandelt werden können.



Die Naturheilpraxis Laucken erfüllt die aktuellen Richtlinien des Robert Koch Instituts zur Bekämpfung und Eindämmung der SARS-CoV-2-Pandemie.



https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/erweiterte_Hygiene.html



Zusätzlich sind wir verpflichtet die aktuellen Vorgaben des Landes Baden-Württemberg zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Pandemie zu erfüllen.



https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus



Diese Vorgaben werden im Hygieneplan der Naturheilpraxis Laucken schriftlich dokumentiert. 

Die gesetzlichen Vorgaben umfassen zum Beispiel:



1. Patienten und Behandler tragen zur Sicherheit einen Mundschutz in der Praxis, sollte der Mindestabstand von 1,5m nicht eingehalten werden.
(Aktuelle Änderungen vorbehalten)



2. Abstand wird zueinander gehalten. Mindestens 1,5m. Zusätzlich gezieltes Stoßlüften aller Behandlungsräume.



3. Sämtliche Flächen müssen nach Patientenkontakt desinfiziert werden (Hygieneplan der Naturheilpraxis Laucken).



4. Keine Behandlung von Patienten, die in den letzten 14 Tagen aus einem Risikogebieten angereist sind.



5. Keine Behandlung von Patienten mit akuten Infekten (z.B. trockenem Husten, Fieber, Halsschmerzen).



6. Keine Behandlung von Patienten, die in den letzten 14 Tagen zu einer nachgewiesenen SARS-CoV-2 positiven Person Kontakt hatten.



7. Das Bereitstellen von Händedesinfektionsmittel für die Patienten in allen Behandlungsräumen/WC.

Da uns das Wohl und die Gesundheit unserer Patienten am Herzen liegt, haben wir uns dazu entschlossen, zusätzlich zu den gesetzlichen Vorschriften, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um noch gezielter in die Sicherheit unserer Patienten zu investieren. 



Was bieten wir Ihnen an zusätzlicher Sicherheit in unserer Praxis, zusätzlich zu den gesetzlichen Maßnahmen/Vorgaben?

1. In der Praxis tragen wir zum Eigenschutz und zum Schutz unserer Patienten durchgehend FFP2 und FFP3 – Atemschutzmasken. Selbst wenn der Abstand von 1,5m eingehalten wird.



2. Termine werden ab September nur noch nach vorheriger telefonischer Vereinbarung vergeben, Patienten mit akuten Infekten raten wir den Hausarzt telefonisch zu kontaktieren und nicht in die Praxis zu kommen.

3. In der Naturheilpraxis wird immer nur ein Patient/eine Patientin zu gleicher Zeit behandelt. Somit entfallen unnötige Wartezeiten. Die Zeitspanne zwischen den einzelnen Behandlungsterminen wird vergrößert, um einen Kontakt der Patienten untereinander in der Praxis weiter zu minimieren.

4. Kontaktintensive Behandlungen, wie z.B. Massage, Osteopathie, Colon-Hydro-Therapie oder Blutegelbehandlung, können je nach Infektionslage auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden.



5. Wir bieten eine kontaktlose Temperaturmessung aller Patienten vor Behandlungsbeginn, sobald die Infektionszahlen wieder deutlich steigen.

6. In der Praxis findet eine ständige Überwachung des CO2-Gehalts in der Raumluft statt. Hiermit wird die Aerosolbelastung in den Räumlichkeiten kontrolliert. Ein gezieltes Stoßlüften kann somit frühzeitig erfolgen.



7. Als Therapeut, der mit vielen älteren Menschen in Kontakt kommt und der zudem immungeschwächte Patienten behandelt (geschwächt durch verschiedenste Erkrankungen oder Medikamente), habe ich mich zum Schutz der Patienten entschlossen, mich regelmäßig auf SARS-CoV-2 testen zu lassen.



Und bei gutem Wetter dürfen unsere Patienten sogar auf unserer Terrasse Platz nehmen.



Zum Schluss möchten wir uns für das Vertrauen, das Sie unserer Praxis in diesen „besonderen Zeiten“ hinsichtlich der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen in den letzten Monaten schenken, ganz herzlich bedanken.




Bleiben Sie gesund!



Ihr Jan Laucken, Ihre Eva Laucken