Massagen – eine Behandlung, die Körper, Geist und Seele bewegt und verbindet

   
 

Der Winter, die dunkle, die stille Jahreszeit, ist eine Zeit des Nachdenkens, der Ruhe, der Besinnlichkeit, und so auch eine Zeit der Regeneration. Im Winter rücken die Menschen zusammen, sie kommen sich näher. So war es zumindest in früheren Zeiten, aber auch heute noch sehnen wir uns nach solcher Geborgenheit.
Geborgen wollen wir uns nicht nur geistig, seelisch und mitmenschlich fühlen, sondern auch leiblich. Wir Menschen sind leibliche Wesen. Der Leib des Menschen erschöpft sich nicht darin, Hülle zu sein. Der Leib verbindet die Menschen mit der Welt und mit den Mitmenschen. Wer kennt nicht die wohltuende Umarmung durch einen Mitmenschen? Wer kennt nicht das sich umarmende Teilen von Freude und Leid? Wer kennt nicht die Wärme, die einen Menschen durchströmt, wenn ein liebevoller Mitmensch seine Hand ergreift und zärtlich hält? Leibliche Geborgenheit ist ein wichtiger Bestandteil lebensfrohen Daseins. Leider wird diesem Daseinsmoment heute, da wir oft nur noch medial vermittelt verkehren, zu geringe Beachtung geschenkt.
Es ist die Haut, die des Menschen Leib von der Umgebung abgrenzt, es ist aber auch die Haut, die ihn mit ihr verbindet. Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Die Empfindungen des Spürens, des Berührens, des Tastens erschließen ihm die Außenwelt. Auf Berührungsreize reagiert er sehr empfindlich, und im Laufe seines Lebens erwirbt er ein weites Repertoire an Empfindlichkeiten. Bestimmte Sensibilitäten sind uns, evolutionsbiologisch gesehen, mitgegeben. Zwischen ihnen und bestimmten Organen oder Teilen des Nervensystems bestehen feste Verbindungen. Der/die Therapeut/in kann diese in heilsamer Weise nutzen. Die Massage (arab. „mass“: berühren, betasten) ist der Königsweg, um des Menschen Leib heilsam zu berühren und zu „bearbeiten“.
Es gibt verschiedene Arten der Massage für jeweils unterschiedliche Einsatzgebiete. Es fängt an bei der Wohlfühl- und Entspannungsmassage. Es folgt die Ayur- vedamassage. Und es reicht hin bis zu ganz speziellen Massagen (oder Therapieformen) wie der Fußreflexzonenmassage oder der Schwingkissen-Massage.
Übergreifend lässt sich sagen, dass Massagen der Gesundheit und damit auch dem Wohlbefinden eines Menschen sehr dienlich sind: die Haut wird durchblutet, Muskeln entspannen sich, Gelenke werden beweglicher. Neben diesen körperlichen Diensten sollten jedoch die geistig-seelischen nicht vergessen werden: die Zuneigung, die Zuwendung, die Pflege und das Mitgefühl, die Patient/in und Therapeut/in verbinden. Die „Energie“, die dabei von einem Menschen auf den anderen „überfließt“, ist eine wichtige Heilkraft.
Die meisten Naturheilpraxen bieten verschiedene Formen der Massage an, jeweils abgestimmt auf die Wünsche und die Bedürfnisse der Patienten/innen. Ich werde Ihnen im Folgenden ein paar Massageformen kurz vorstellen.

 

Ayurveda Ganzkörper Öl-Massage (Abhayanga)

Die Bedeutung der Ayurvedamassage lässt sich nicht isoliert darstellen, sie ergibt sich erst als Teil einer umfassenden Gesundheitslehre, die ihren Ursprung in Indien hat.
Ein zentraler Begriff im Ayurveda sind die drei Doshas (Konstitutionstypen): Vata, Pitta und Kapha. Es handelt sich dabei um feine Steuerungsinstanzen, die den Menschen nicht nur prägen, sondern auch seine Körperfunktionen bestimmen. Jedes Dosha ist in allen Zellen und Organen des Körpers wirksam. Ziel jeder Behandlung ist es, die einem bestimmten Dosha innewohnende Balance und Harmonie zu erhalten oder wieder herzustellen. Um das zu leisten, sollten Schlacken (Stoffwechselgifte) aus dem Körper ausgeleitet werden.
Hier nun hat die Ayurvedamassage ihren Platz. Durch streichende Bewegungen werden der Lymphfluss und die Blutzirkulation angeregt. Dabei werden individuell ausgesuchte und zusammengestellte Öle verwandt. Sie werden vor der Massage erwärmt und haben so auch noch eine äußerst entspannende Wirkung.

 

Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonenmassage (oder -therapie) beruht auf Vorstellungen, die jenen der Meridiane bei der Akupunktur gleichen. So wie die Meridiane verschiedene Körperteile verbinden, so bestehen Zusammenhänge zwischen bestimmten Zonen des Fußes und bestimmten Organen und anderen Körperstrukturen. Alle Bereiche des menschlichen Körpers werden so in verkleinerter Form in entsprechenden Zonen des Fußes reflektiert.
Bei der Behandlung werden bestimmte Zonen des Fußgewebes mit speziellen Griffen (ohne Verwendung von Apparaten oder anderen Hilfsmitteln) „bearbeitet“. Es werden stets beide Füße in gleicher Weise massiert. Zonen, die auf Grund der Diagnose besonderer Beachtung bedürfen, werden gezielt intensiver bearbeitet.
Die Fußreflexzonenmassage lässt sich in jedem Alter einsetzen, vom Säugling bis zum alten Menschen. Nicht nur bei akuten, auch bei chronischen Erkrankungen hat sie sich bewährt. Sie gehört zum Behandlungsarsenal der Komplementärmedizin, der es nicht nur darum geht Symptome bestimmter Krankheiten zu lindern, sondern die Selbstheilungskräfte der Menschen zu aktivieren.
Die Fußreflexzonenmassage ist eine sehr entspannende und harmonisierende Methode. Sie kann als alleinige Behandlung oder in Kombination mit anderen Methoden eingesetzt werden.

 

Wohlfühl- und Entspannungsmassage

Bild MassageBei der Wohlfühl- und Entspannungsmassage handelt es sich um eine sehr sanfte und beruhigende Massage. Einfühlsame, wohltuende Berührungen können sich heilend und stärkend auf den Körper auswirken. Diese Massage eignet sich besonders gut für Menschen, die sich auf Grund besonderer Lebensumstände erschöpft, kraftlos und ausgezehrt fühlen.
Bei dieser Massage werden Öle verwandt, die mit natürlichen Duftstoffen versetzt sind (z. B. Rosen-, Lavendel-, Zitronenöl). Während der Massage wird der Körper in eine Decke oder ein Tuch gehüllt. Nur der zu massierende Körperteil wird aufgedeckt und massiert. Dadurch fühlt man sich geborgen. Es entsteht angenehme Wärme.

 

Schwingkissen-Massage oder -Therapie

Die Schwingkissen-Massage (oder –Therapie) ist eine Form der Massage (oder Therapie), die in der Schweiz entwickelt wurde. Bei dieser Behandlung geht es vor allem darum, die Wirbelsäule zu entlasten und die dazugehörigen Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke durch eine spezielle Schwingtechnik passiv zu mobilisieren.
Das sog. Schwingkissen besteht aus zwei Luftkissen, die miteinander verbunden sind. Auf diese Kissen, die aus organischem Material gefertigt sind, legt sich der/die Patient/in mit dem Bauch nach unten. Eine besondere ergonomische Formgebung und zwei unter das Becken geschobene Luftkissen sorgen dafür, dass die Wirbelsäule ausgerichtet und sanft gehoben wird. So entsteht eine vollkommene Entlastung der gesamten Rückenmuskulatur. In dieser widerstandsfreien Lagerung (die sonst nur im Wasser möglich wäre) werden die Muskeln, Bänder und Wirbel durch leichte rhythmische Bewegungen sacht mobilisiert.
Die Schwingkissen-Therapie ermöglicht auch das, was Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich genannt wird. Dabei geht es darum, ein blockiertes Kreuzbein-Darmbein-Gelenk (auch Iliosakralgelenk/ISG genannt), hervorgerufen etwa durch eine Beinlängendifferenz, zu lockern und zu lösen. Eine Blockade dieses Gelenks ist oft mit verschiedenen unspezifischen Symptomen (z. B. Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Schulterverspannungen, Rücken-, Hüft- oder Knieschmerzen) verbunden. Durch eine spezielle Grifftechnik und mit Hilfe der Schwingkissen-Behandlung kann diese Blockade sanft gelöst werden. Die Wirbelsäule kommt wieder „ins Lot“, nimmt wieder die ihr angemessene Haltung ein.
Allgemein lässt sich zur Schwingkissen-Massage sagen, dass sie als sehr angenehm empfunden wird. Gerade auch in der Schwangerschaft, bei der Bänder, Muskel und Sehnen im Becken-, Bauch- und Rückenbereich sich zunehmend dehnen und elastisch werden, wird die Schwingkissen-Massage als sehr angenehm und entspannend empfunden. Die Form der Kissen ermöglicht eine Massage in der Bauchlage.
Alle hier kurz besprochenen Massagen sind „Eingriffe“. Sie hinterlassen bei den Menschen, die sich ihnen unterziehen, Wirkungen. Ergänzend können diese Massagen in den Vollzug einer ganzheitlichen naturheilkundlichen Behandlung eingebettet werden.

Ein Geschenktipp zum Abschluss:
Um einem lieben Menschen eine Freude zu machen, können Sie ihm einen Gutschein für eine der vorgestellten Massagen schenken. Sie schenken ihm damit ein schönes Erlebnis, das Körper, Geist und Seele umfasst. Viele Naturheilpraxen bieten solche Geschenkgutscheine an.

 

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Jan Laucken, Heilpraktiker
Käsenbachstraße 18, 72076 Tübingen
Telefon 07071-9204311
www.naturheilpraxis-laucken.de