Heuschnupfen

   
 

April, der Winter ist vorüber. Jetzt sehnen wir den Frühling herbei. Bereits im Februar kündigen ihn erste Frühblüher an: Erle, Haselnuss. Sie blühen bis in den Mai. Nicht alle Menschen können sich daran erfreuen. Der Flug des Pollens löst bei ihnen äußerst lästige Symptome aus. Charakteristisch sind: Fließschnupfen, Niesreiz, juckende Augen, vermehrter Tränenfluss, verstopfte Nase. Die betroffenen Menschen leiden an „Heuschnupfen“.

Heuschnupfen – ein Name, der harmlos klingt. Aber so klingt er nur. Er sollte nicht verdecken, dass ihm eine durchaus ernst zu nehmende Krankheit zugrunde liegt. Sie bedarf der Behandlung, nicht nur der Primärsymptome wegen, sondern auch wegen der Vielzahl möglicher Begleiterkrankungen, beispielsweise allergisches Asthma, Entzündungen der Nasennebenhöhlen.

Die Zahl der Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, steigt seit Jahren an. In Deutschland sind es inzwischen etwa 20 % der Bevölkerung. Für diesen Anstieg gibt es viele Gründe. Ein wichtiger besteht darin, dass die Masse der freigesetzten Pollen zugenommen hat. Da ist zum einen die Verlängerung der Pollensaison um jährlich etwa 14 Tage und da ist zum anderen die Mengenvermehrung. Der Klimawandel mag ein wichtiger Grund für diese sichtbaren Veränderungen sein.

Zu diesen äußerlichen Umweltfaktoren gesellen sich innere hinzu. Der Druck der Anforderungen, die Menschen alltäglich belasten, wächst. Berufe werden prekär. Dem Konkurrenzkampf ausgesetzte Lebensbereiche nehmen zu. Arbeiten unter Zeitdruck wird üblich. Die finanziellen Lebensressourcen werden knapper.
All dies summiert sich zu Belastungen, die einen Menschen manchmal daran zweifeln lassen, ob er sie noch bewältigen kann. Angst, Sorge, Grübeln sind die natürlichen seelischen Reaktionen darauf. Der Organismus steht unter Stress.

Äußere Umwelt- und innere Stressfaktoren können Allergien auslösen oder die Bereitschaften dazu schaffen. Sie tun dies, indem sie das Immunsystem eines Menschen in einem Maße schwächen, dass ihm die natürliche Abwehr eindringender Pollenpartikel nicht mehr gelingt. Eine Allergie kann die Folge sein.

In diesen ursächlichen Zusammenhang kann man an verschiedenen Stellen eingreifen. Am besten wäre es, die äußeren und inneren Ursachen zu beseitigen. So lange dies nicht gelingt, kann man versuchen, das Immunsystem zu stärken, so dass es seine Abwehraufgabe besser leisten kann. Hier nun setzt die naturheilkundliche Behandlung des Heuschnupfens an. Eine Gruppe klassischer Behandlungsformen läuft unter der Überschrift: Umstimmungstherapie oder Reiztherapie. Eine Therapie aus diesem Formenkreis ist die Eigenblutbehandlung. Sie sei hier kurz beschrieben und erklärt.

Äußerlich gesehen geschieht bei dieser Behandlung Folgendes: Dem/der Patient/in wird, meist aus der Armvene, etwas Blut entnommen (1 bis 2 ml). Dieses Blut wird dann reinjiziert (wieder eingespritzt), entweder in unbehandelter Form (klassische Methode) oder in mit homöopathischen Arzneimitteln aufbereiteter Form (modifizierte Methode). Meist wird das Blut in die Gesäßmuskulatur oder ins Unterhautgewebe gespritzt.

Bei Kindern besteht die Möglichkeit einer oralen Therapie. Dabei wird nur ein Blutstropfen der Fingerbeere entnommen. In einem standardisierten Verfahren wird der Tropfen nun so gemischt und behandelt, dass eine Arznei der gewünschten Potenz entsteht. Dieses Medikament wird dann in Form von Tropfen verabreicht.

Die Reizwirkung des reinjizierten Blutes ergibt sich aus dessen Zusammensetzung. Das Blut ist ein Transportmittel verschiedener Stoffe: Sauerstoff, Vitamine, Eiweiße (z. B. Antikörper), Mineralien, auch Schlackenstoffe werden im Blut befördert. Hinzu kommen: Resttoxine (Gifte), Viren, Bakterien und andere Antigene. All dies sind Bestandteile des Blutes. Ihre Zusammenstellung ist hochgradig individuell. Jeder Organismus ist diesbezüglich einzigartig.

Foto Heuschnupfen

Wird einem Körper sein eigenes, der Vene entnommene Blut in das Muskelgewebe zurückgegeben, so löst es in diesem funktionsfremden Raum eine Abwehrreaktion aus. Damit wird das Immunsystem durch das eigene Blut in einer Weise stimuliert (deshalb: Reiztherapie), die der Besonderheit des jeweiligen Organismus entspricht. Übergreifend lässt sich auch sagen, dass durch die Eigenblutbehandlung die Widerstandskraft des gesamten Organismus gesteigert wird (deshalb: Umstimmungstherapie). Diese organismischen Reaktionen gehen oft mit einer Zunahme des allgemeinen Wohlbefindens einher.

In der bereits oben erwähnten modifizierten Methode der Eigenblutbehandlung werden dem Blut homöopathische Arzneimittel beigemischt. Welche das jeweils sind, ergibt sich aus der naturheilkundlichen Diagnose der gesundheitlichen Gesamtverfassung eines/er Patienten/in.

Die Behandlung einer Allergie sollte nach Möglichkeit beginnen, bevor sie akut wird. Durch eine vorbeugende Behandlung kann das Immunsystem so weit gestärkt, gefestigt und beruhigt werden, dass es im Einsatzfall optimal einsatzbereit ist. Ob jemand die Bereitschaft zur Pollenallergie hat, weiß er/sie in der Regel aus Erfahrung. Zusätzliche Klärung kann eine Vitalblutanalyse (Dunkelfeldmikroskopie) liefern. Sie kann präzisieren, sie kann latente Bereitschaften aufdecken und sie kann den Erfolg des Behandlungsverlaufs sichtbar machen.

 

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Jan Laucken, Heilpraktiker
Käsenbachstraße 18, 72076 Tübingen
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