Vom Entstehen, Gestalten und Wachsen einer Naturheilpraxis

   
 

Am 15. Oktober ist es zwei Jahre her, da entstand aus einer kleinen Hausbesuchspraxis die heutige „Naturheilpraxis Neckarhalde“. In dieser Zeit ist viel geschehen. Die Praxis hat sich etabliert und ist dabei an ihren Aufgaben gewachsen. Heute kann ich davon berichten, dass seit September diesen Jahres in der Praxis ein festes Therapeutenteam arbeitet. Das sei hier zum Anlass genommen, in eigener Sache zu berichten, über uns und über unser Behandlungsangebot. Zunächst aber sei in ein paar Worten die Praxis als Einrichtung beschrieben.

 

Bild Team

 

Entwicklung und Lage der Naturheilpraxis

Im Jahre 2008 eröffneten die Ergotherapeutin Eva Laucken und der Heilpraktiker Jan Laucken die Naturheilpraxis Neckarhalde. Die ehemalige Allgemeinarztpraxis von Frau Dr. med. Käthe Boette, die dort jahrelang ihren Sitz hatte, war zwischenzeitlich renoviert worden. Dabei wurden die Räume in ihren denkmalgeschützten Originalzustand zurückversetzt. Fünfhundertjähriges Gebälk kam zum Vorschein, hundert Jahre alte Dielenböden und alte Sandsteinplatten. Stabil schiefe Wände und Türen umgrenzen und verbinden die Räume. Alles wurde sorgfältig restauriert. So durchzieht die Praxis ein unverwechselbares Flair. Alt und neu verbinden sich harmonisch. Nur der gesamte Sanitärbereich wurde umgestaltet und behindertengerecht ausgebaut. Die Praxis ist vollkommen barrierefrei.
Ein behindertengerechter Parkplatz befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite, etwa 50 m vom Eingang entfernt. Die Lage der Praxis direkt am Stiftsgarten hat zwei wichtige Vorzüge: Sie liegt zentral und ist dennoch ruhig. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann eines der nahe gelegenen Parkhäuser nutzen (z. B. Parkhaus König, Parkhaus Neckar, Parkhaus Stadtgraben). Zugegeben, in Tübingen einen geeigneten Parkplatz zu finden, ist oft nicht leicht (und teuer). Für ältere Menschen kann dies zu einem Problem werden. Deswegen bieten wir auch Hausbesuche an. Nach Absprache kommen wir zu Ihnen nach Hause und behandeln Sie in Ihrer gewohnten Umgebung. So werden unnötige Belastungen gemieden, die einer erfolgreichen Behandlung manchmal abträglich sind.
Wenn Sie unsere Praxis besuchen, so erwarten Sie großzügige und Licht durchflutete Behandlungsräume. Der Blick aus dem Fenster fällt direkt auf den Stiftsgarten und den dahinter fließenden Neckar. In ruhiger und entspannter Atmosphäre können wir uns Ihnen widmen. Es beginnt mit einem ausführlichen und eingehenden Gespräch. Dies ist ein Eckpfeiler unserer naturheilkundlichen Behandlung.

 

Philosophie und Konzept der Praxis

Der heilpraktischen Behandlung geht es stets und vor allem um die Stärkung der Selbstheilungskräfte eines/er Patienten/in. Dieses oberste Ziel leitet alles Diagnostizieren und Therapieren. Beides steht im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes. Dies wiederum hat zur Folge, dass wir mit dem/der Patienten/in nicht nur über auffällige Beschwerden und Symptome reden, sondern stets auch über seine/ihre seelisch-körperliche Gesamtverfassung. Dies schließt die gesamte äußere Lebensführung mit ein. So geht es auch um äußere Lebensumstände, um soziale Einbindungen und um innere Sinnbezüge.

Um auch solche Themen ansprechen zu können, muss zwischen dem/der Heilpraktiker/in und dem/der Patienten/in ein persönliches Vertrauensverhältnis bestehen. Dieses Vertrauen zueinander muss sich bilden können. Auch dazu bedarf es, rein äußerlich betrachtet, ausreichender Zeit, um sich im Gespräch begegnen zu können. Das ist ein Grund dafür, warum Heilpraktiker/innen immer wieder betonen, wie wichtig es ist, sich füreinander Zeit zu nehmen. Oft wird dieses Zeitargument belächelt, so als würde damit nutzloses Palavern in den Stand therapeutischer Bemühungen gehoben. Wir sehen das ganz anders. Das vertrauensvolle Gespräch und die Begegnung darin sind für uns die Grundlage allen erfolgreichen heiltherapeutischen Behandelns. Auch die diagnostischen Befunde und die vorgeschlagenen Behandlungsmaßnahmen gehen in diese Gespräche mit ein. Nur ein/eine Patient/in, der/die versteht, warum und zu welchem Ergebnis der/die Heilpraktiker/in gekommen ist, ist bereit, dabei mitzumachen, durch geeignete Behandlungsschritte die Selbstheilungskräfte anzuregen und zu unterstützen.

 

Über das Praxisteam

Es hat zwei Jahre gebraucht, damit sich ein Team findet, das zum Praxiskonzept passt und das sich wechselseitig ergänzt. Zum Team der Naturheilpraxis Neckarhalde gehören: Eine Ergotherapeutin, eine Heilpraktikerin und zwei Heilpraktiker. Sie sollen im Folgenden jeweils kurz vorgestellt werden.

 

Eva Laucken:
Sie ist Jahrgang ´80, Mutter zweier Söhne und mit Jan Laucken verheiratet. Sie ist ausgebildete Ergotherapeutin. Zunächst arbeitete sie einige Jahre bei dem Verein zur Förderung einer sozialen Psychiatrie. In einschlägigen Aus- und Fortbildungseinrichtungen erlernte sie unterschiedliche Massagetechniken. Massagen sind heute ihr Behandlungsschwerpunkt.

Eva Laucken bietet Entspannungs- und Wohlfühlmassagen an, bei denen man sich richtig fallen lassen kann. Sie dienen vor allem dem Stressabbau. Eine andere Massage ist die Ayurveda-Massage. Ihr liegt ein bestimmtes Heilkonzept zugrunde. Sie wirkt ausgleichend und regulierend, um die innere Balance seelischer Kräfte wieder herzustellen. Bei allen Massagen werden besondere Bio-Öle verwandt. Je nach Wirkungsabsicht gibt es erfrischend, beruhigend, belebend und entspannend wirkende Öle. Bei der Ayurveda-Massage werden die Öle danach ausgesucht, welchem Typus (Dosha) ein Mensch zugehört. So werden heilsame Massagen zu angenehmen Erlebnissen.

Eine spezielle Massageform, in der Eva Laucken ausgebildet worden ist und in der sie schon viele Erfahrungen sammeln konnte, ist die Fußreflexzonenmassage/therapie. Durch das Massieren (Drücken, Streichen, Kneten) bestimmter Zonen und Punkte des Fußes werden gezielt bestimmte Selbstheilungskräfte angeregt. Auch diese Massage ist sehr wohltuend.

Alle Massagen können allein für sich in Anspruch genommen werden oder in Verbindung mit einer heilpraktischen Untersuchung, aus der sich dann ergibt, welche Massage besonders gut geeignet ist.

 

Iris Schwarz:
Sie ist Jahrgang ´68. Frau Schwarz ist Erzieherin und Heilpraktikerin. Seit Anfang 2009 hat sie ihren Praxissitz in der Naturheilpraxis Neckarhalde. In ihrer langjährigen Tätigkeit als Heilpraktikerin hat sie sich auf die psychotherapeutische Behandlung spezialisiert. Sie „beleuchtet“ die Seelen der Menschen. Dabei bedient sie sich vor allem einer Behandlungsmethode, die PITT abgekürzt wird (psychodynamische, imaginative Traumtherapie). Diese Methode wurde von Dr. Luise Reddemann entwickelt. Sie versucht, die Ressourcen (die Gaben, die Vermögen), die einem Menschen gegeben sind, zu entdecken, zu aktivieren und heilend einzusetzen. So lernen Menschen, mit belastenden Situationen umzugehen oder Störungen und Einschränkungen, die traumatisch bedingt sind, zu überwinden.

Ein weiterer Behandlungsschwerpunkt von Frau Schwarz ist die Bio-Synergetik. Mit Hilfe spezieller Muskeltests werden Blockaden und Störungen aufgespürt. Sie werden gelöst, so dass sie sich wieder in ein Gleichgewicht einfügen können. Unterstützend kommen dabei verschiedene Heilmittel zum Einsatz (Bachblüten-Essenzen, Schüßler- Salze, homöopathische Arzneien). Weitere Behandlungsformen wie craniosacrale Therapie, Dorn-Breuß-Wirbelsäulentherapie, Hot-Stone-Massage, Schröpf-Massage, Shiatsu, Körper- und Energiearbeit nach Dr. C.A. Klein und die Hand-Ohr-Akupunktur mit elektromagnetischen Strömungen runden das Behandlungsangebot von Frau Schwarz ab.

 

Oliver Burkhardt:
Er ist Jahrgang ´65. Herr Burkhardt ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist Heilpraktiker und staatlich geprüfter Masseur. Einige Jahre war er als Masseur tätig. 2002 hat er sich als Heilpraktiker mit einer eigenen Praxis in Tübingen niedergelassen. Seit September 2010 arbeitet Herr Burkhardt in der Naturheilpraxis Neckarhalde.

An seine Berufsausbildung zum Heilpraktiker schlossen sich Aufenthalte in Indien an, wo er die Kunst der Ayurvedischen Medizin kennenlernte. Sie wurde in der Folge zu seinem Spezialgebiet. Wir freuen uns, Herrn Oliver Burkhardt für unsere Praxis gewonnen zu haben. Er bringt langjährige Erfahrungen als Heilpraktiker mit und ergänzt das Angebot der Praxis um die Ayurvedische Medizin (Massagen, Ernährungslehre, Lebensweisheiten des Ayurveda).

Daneben und ergänzend bietet Herr Burkhardt noch weitere Behandlungsmethoden an: Lymphdrainage, Reflexzonentherapie, Physiopsychologie, Klassische Homöopathie.

Seit 1989 leitet Herr Burkhardt an der Volkshochschule Tübingen regelmäßig Kurse in den Fächern: Massage, Entspannung und Ayurveda.

 

Jan Laucken:
Er ist Jahrgang ´75, verheiratet und Vater zweier Söhne. Jan Laucken ist der Gründer und Inhaber der Naturheilpraxis Neckarhalde. Seit 2008 verfasst er in der Stadtzeitung „Tübingen im Fokus“ monatlich Fachartikel (unter dem Titel „Naturheilkundliche Perspektiven“). Mit diesen Artikeln möchte er einen Beitrag zum Verständnis und zur Verbreitung der Naturheilkunde leisten.

Ein persönliches Wort zwischendurch: Es geht um meine Antwort auf ein Frage, die mir oft gestellt wird. Wie stehen Sie zur Schulmedizin? Hier meine Antwort: Naturheilkunde und Schulmedizin können viel Gutes für die Menschen tun. Ich bin für ein Miteinander statt für ein misstrauisches Nebeneinander oder gar Gegeneinander von Heilpraktiker und Arzt. Die oft gebräuchliche Einordnung der Naturheilpraxis unter die Rubrik „alternative Medizin“ halte ich für missverständlich. Ich bevorzuge die Bezeichnung „komplementäre Medizin“ (sich wechselseitig ergänzende). Es gibt viele Erkrankungen und Belastungen, die sich rein naturheilkundlich behandeln lassen. Und als Heilpraktiker bin ich selbstverständlich dafür, dies dann zu tun. Aber viele Erkrankungen bedürfen eindeutig schulmedizinischer Abklärung und Behandlung. Oft ist es sinnvoll, dass Heilpraktiker/innen und Ärzte/innen zusammenarbeiten. Das Konzept der ganzheitlichen Behandlung liefert mir den Denkrahmen dafür.
Die oben erwähnten Fokus-Artikel geben einen guten Einblick in die Behandlungsbereiche und Behandlungsmethoden, die Jan Laucken anbietet. Hier sollen nur noch zwei Schwerpunkte hervorgehoben werden: Ein diagnostischer Schwerpunkt ist die Dunkelfeldmikroskopie. Es ist dies ein recht aufwendiges (und deshalb wohl selten praktiziertes), aber sehr aufschlussreiches Verfahren. In der Dunkelfeldmikroskopie lassen sich verschiedene Blutzellen gut sichtbar machen und auf ihre Beschaffenheit hin beurteilen. Dies ist wichtig, wenn man den Zustand der körpereigenen Abwehr erkennen und beurteilen will. Diese Zustandsdiagnose ist eine Voraussetzung dafür, dass Jan Laucken in seinem therapeutischen Schwerpunktbereich tätig werden kann. Es geht um das Immunsystem. Viele Leiden und Erkrankungen (Anfälligkeiten, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, auch tumoröses Geschehen) gehen auf Schwächen des Immunsystems (d. h. der körpereigenen Abwehr) zurück. Diese Schwächen dunkelfeldmikroskopisch zu diagnostizieren und naturheilkundlich zu behandeln, ist ein Aufgabengebiet, dem sich Jan Laucken seit Jahren widmet. Bei der Behandlung greift er auf unterschiedliche (je nach Fall geeignete) Verfahren der Immunmodulation zurück (z. B. Eigenbluttherapie, hochdosierte Vitamin C–Infusionen, Darmsanierung mit probiotischen Kulturen, Entgiftungs- und Ausleitungsverfahren aus der Pflanzenheilkunde und Homöopathie, Medizinalpilze der TCM).

 

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Jan Laucken, Heilpraktiker
Käsenbachstraße 18, 72076 Tübingen
Telefon 07071-9204311
www.naturheilpraxis-laucken.de